LADEPARK · NETZANSCHLUSS · LASTMANAGEMENT · MITTELDEUTSCHLAND

Ladeparks scheitern nicht an Ladesäulen. Sondern am Netzanschluss.

Säulen aufstellen kann jeder Anbieter — die Fragen, an denen Projekte hängen, heißen: Reicht die Anschlussleistung? Braucht es eine Trafostation? Was spart Lastmanagement? Konfigurieren Sie Ihren Park in 60 Sekunden; die Antworten kommen mit Zahlen und Quellen, nicht mit Prospekt-Versprechen.

NLadepark-KonfiguratorAuslegung · Netzanschluss · Kosten

Wofür laden Sie?

Der Anwendungsfall bestimmt Leistung, Ladepunkt-Quote und Wirtschaftlichkeit.

Was ist ein Ladepark — und wann lohnt er sich?

Ein Ladepark bündelt mehrere Ladepunkte hinter einem gemeinsamen Netzanschluss mit Lastmanagement und zentraler Abrechnung — vom Mitarbeiterparkplatz bis zum Schnellladestandort. Robust rechnet er sich vor allem dort, wo Fahrzeuge ohnehin stehen: Mitarbeiter- und Flottenladen mit Strom zum Einkaufspreis statt 63–69 ct an der öffentlichen Säule. Das öffentliche Ladegeschäft dagegen lebt von Lage und Auslastung — im Schnitt sind öffentliche Ladepunkte nur zu 12 % belegt. Wir rechnen Ihnen beides ehrlich vor, bevor Sie investieren.

Von der Fläche zum laufenden Park — aus einer Hand

1
Standort & Lastanalyse

Stellplätze, Fahrprofile, vorhandener Anschluss — daraus die Auslegung, die zum Betrieb passt statt zum Katalog.

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Netzanschluss & Trafo

Netzverträglichkeitsprüfung, Anmeldung beim Netzbetreiber, wenn nötig die eigene Trafostation — der Teil, an dem Ladeparks scheitern.

3
Bau & Inbetriebnahme

Tiefbau, Unterverteilung, Ladepunkte, Lastmanagement, Prüfprotokolle — eine Bauleitung, ein Ansprechpartner.

4
Betrieb & Prüfung

Abrechnung, Backend, wiederkehrende DGUV-Prüfung, Fristenüberwachung — der Park läuft, Sie schauen aufs Dashboard.

Der Unterschied zu Plattform-Anbietern: Netzanschluss, Zählerschrank, Trafostation und wiederkehrende Prüfung sind bei uns kein Unterauftrag, sondern der Kern. Für die Station selbst: Trafostation & Übergabestation. PV aufs Dach dazu? Photovoltaik für Gewerbe. Die spätere DGUV-Prüfung: Prüfservice mit Fristenüberwachung.

Der realistische Projektfahrplan

Woche 1–2Anfrage & Vor-Ort-Aufnahme

Stellplätze, Zählerschrank, freie Leistung — danach steht die Grobauslegung mit Kostenrahmen.

Monat 1–3Netzverträglichkeitsprüfung

Anmeldung beim Netzbetreiber (Region Delitzsch: MITNETZ), Antwortzeit je nach Netzsituation 1–6 Monate. Parallel: Planung & Bestellung.

Monat 2–6Genehmigung & Beschaffung

Bei Trafostation: Mittelspannungs-Antrag und Trafo-Lieferzeit (8–36 Wochen) — der eigentliche Taktgeber im Projekt.

Monat 3–9Bau & Inbetriebnahme

Tiefbau, Montage, Messkonzept, Abnahme mit Prüfprotokollen. Ohne Trafo geht es deutlich schneller — mit realistisch 6–18 Monate gesamt.

Pflichten, Rabatte, Erlöse — was 2026 wirklich gilt

GEIG: Pflicht ab 20 Stellplätzen

Bestands-Nichtwohngebäude mit mehr als 20 Stellplätzen brauchen seit 01.01.2025 mindestens einen Ladepunkt — Bußgeld bis 10.000 €. Viele Betreiber wissen das nicht.

§ 14a EnWG: Netzentgelt-Rabatt

Steuerbare Ladepunkte am Niederspannungsnetz bekommen reduzierte Netzentgelte (pauschal 110–190 €/Jahr oder −60 % Arbeitspreis) — Dimmen auf 4,2 kW nur bei Netzengpass.

THG-Quote: Erlös, kein Fundament

Öffentliche Ladepunkte erlösen 2026 voraussichtlich 8–15 ct/kWh — nach dem Einbruch 2023–2025 erholt, aber volatil. Wir rechnen Wirtschaftlichkeit ohne THG und weisen ihn separat aus.

Eichrecht & AFIR bei öffentlichem Laden

kWh-genaue eichrechtskonforme Abrechnung, BNetzA-Anzeige; neue DC-Punkte ≥ 50 kW mit Kartenzahlung, Bestand am TEN-V-Netz bis 01.01.2027 nachrüsten. Keine Bundesförderung für gewerbliche Pkw-Ladepunkte — ehrlich gesagt.

Häufige Fragen zum Ladepark

Was ist ein Ladepark?

Ein Ladepark ist ein Standort mit mehreren Ladepunkten für Elektrofahrzeuge — vom Mitarbeiterparkplatz mit AC-Wallboxen bis zum öffentlichen Schnellladepark mit 200–400-kW-Säulen. Der Unterschied zum einzelnen Ladepunkt liegt in der Infrastruktur dahinter: gemeinsamer Netzanschluss, Lastmanagement und zentrale Abrechnung.

Was kostet ein Ladepark?

Als Richtwert: AC-Ladepunkte 1.200–3.500 € installiert, 22-kW-Säulen für Kunden 5.000–10.000 €, DC-Schnelllader ab rund 45.000 €. Dazu kommen Lastmanagement (500–1.500 € je Punkt), Tiefbau und — wenn die Anschlussleistung nicht reicht — Baukostenzuschuss oder Trafostation (50.000–150.000 €). Unser Konfigurator oben rechnet Ihre Spanne; belastbar wird sie nach der Netzverträglichkeitsprüfung.

Reicht mein Netzanschluss für einen Ladepark?

Öfter als gedacht — dank Lastmanagement. 25 Ladepunkte à 11 kW brauchen ungesteuert 275 kW, gesteuert oft nur 55 kW. Als regionaler Richtwert gilt: bis etwa 150 kW bleibt es beim Niederspannungsanschluss (Pauschalgrenze MITNETZ), darüber wird eine eigene Trafostation wahrscheinlich. Genau das prüfen wir mit der Netzverträglichkeitsprüfung beim Netzbetreiber.

Wie lange dauert es bis zur Inbetriebnahme?

Ohne Trafostation: typischerweise drei bis sechs Monate von der Anfrage bis zum ersten Ladevorgang. Mit Mittelspannungsanschluss und eigener Station sind sechs bis achtzehn Monate realistisch — Taktgeber sind die Antwort des Netzbetreibers (ein bis sechs Monate) und die Trafo-Lieferzeit (acht bis 36 Wochen). Deshalb starten wir die Netzanmeldung in Woche eins.

Gibt es Förderung für gewerbliche Ladeinfrastruktur?

Ehrliche Antwort: Für Pkw-Ladepunkte im Gewerbe gibt es 2026 keine Bundesförderung — die KfW-Programme sind eingestellt. Es gibt aber drei echte Hebel: THG-Quote bei öffentlicher Zugänglichkeit (2026 voraussichtlich 8–15 ct/kWh), reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG und für Lkw-Depots das BMV-Programm mit bis zu 500 €/kW. Steuerfrei bleibt das Laden für Mitarbeiter beim Arbeitgeber (§ 3 Nr. 46 EStG, bis 2030).

Bin ich verpflichtet, Ladepunkte zu bauen?

Möglicherweise ja: Nach dem GEIG brauchen Bestands-Nichtwohngebäude mit mehr als 20 Stellplätzen seit dem 01.01.2025 mindestens einen Ladepunkt; bei größeren Renovierungen und Neubauten gelten zusätzliche Quoten für Leitungsinfrastruktur. Verstöße können bis 10.000 € Bußgeld kosten. Der Konfigurator weist Sie darauf hin, wenn Ihr Objekt betroffen ist.

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