RECHNER · DACHFLÄCHE · PHOTOVOLTAIK

Dachfläche berechnen: Grundfläche geteilt durch cos(Neigung).

Das ist die ganze Formel — und darunter steht der Rechner, der sie für Ihr Dach ausführt. Dachform wählen, Maße eingeben, die Konstruktionsskizze zeichnet mit: Sie sehen Ihr Dach entstehen und bekommen die Quadratmeter, die belegbare Fläche, die Modulzahl und die kWp. Ohne Anmeldung, ohne E-Mail vorher.

NDachflächen-RechnerQuadratmeter · Module · kWp

Welche Dachform hat Ihr Gebäude?

Die Form entscheidet, wie viele Flächen entstehen — und wie viel davon am Ende wirklich belegbar ist.

Was diese Zahl für Sie konkret heißt

Quadratmeter sind kein Ergebnis, sondern eine Entscheidungsgrundlage. Je nachdem, warum Sie gerechnet haben, geht es unterschiedlich weiter — wählen Sie Ihren Fall:

Ihre Zahl heißt

Die belegbare Fläche aus dem Rechner mal 0,5 kWp je m² ist Ihre realistische Anlagengröße. Alles darüber hinaus ist Prospektrechnung, die spätestens beim Aufmaß zusammenfällt.

Nächster Schritt

Prüfen Sie als Nächstes die Ausrichtung und die Verschattung — beide verschieben den Ertrag stärker als 10 m² Fläche mehr oder weniger.

Was wir dabei machen

Nexora plant und baut gewerbliche PV schlüsselfertig: von der Dachstatik über den Netzanschluss bis zur Anmeldung — mit einer Bauleitung statt fünf Gewerken, die aufeinander zeigen.

Die Formel je Dachform — hergeleitet, nicht behauptet

Hinter jeder Dachflächenberechnung steckt derselbe Satz aus der Trigonometrie: Eine geneigte Fläche ist immer um den Faktor 1 ÷ cos(α) größer als ihre Projektion auf den Boden. Bei 30° sind das 15,5 % Aufschlag, bei 45° schon 41,4 %, bei 60° exakt das Doppelte. Alles Weitere ist nur die Frage, welche Fläche man projiziert.

A = L × B ÷ cos(α)oder mit Sparrenlänge: A = 2 × L × S
Beispiel12,0 m × 9,0 m ÷ cos(35°) = 108,0 m² ÷ 0,819= 131,8 m²

Beide Dachhälften zusammen. L ist die Gebäudelänge entlang des Firsts, B die Gebäudetiefe im Grundriss — nicht die Schräge. Wer die Sparrenlänge S von der Traufe bis zum First gemessen hat, braucht den Kosinus nicht: dann ist die Fläche schlicht zweimal Länge mal Sparrenlänge.

Wann rechnet man mit der Grundfläche, wann mit der Sparrenlänge? Mit der Grundfläche, wenn Sie den Grundriss oder ein Luftbild vor sich haben — dann brauchen Sie zusätzlich die Neigung. Mit der Sparrenlänge, wenn Sie im Dachstuhl stehen oder eine Schnittzeichnung haben: Die Länge des Sparrens von der Traufe bis zum First mal der Gebäudelänge ist die Fläche einer Dachseite, ganz ohne Winkelfunktion. Der häufigste Fehler dabei ist, die Sparrenlänge mit der halben Gebäudetiefe zu verwechseln — die Sparrenlänge ist immer die längere der beiden Strecken.

Wenn Sie die Neigung nicht kennen: Sie lässt sich aus Firsthöhe und halber Gebäudetiefe zurückrechnen, aus der Sparrenlänge, oder aus einer Prozentangabe im Bauplan. Der Dachneigungs-Rechner macht das aus allen drei Eingaben und ordnet das Ergebnis ein.

Drei Wege, an die Maße zu kommen

Die Formel ist der einfache Teil. Der schwierige ist, an belastbare Maße zu kommen, ohne auf das Dach zu steigen. Diese drei Wege funktionieren vom Boden aus — sortiert nach Genauigkeit:

  1. 1Grundriss oder Schnitt aus der Bauakte holen — beim Neubau vom Architekten, sonst beim Bauordnungsamt einsehbar.
  2. 2Außenmaße des Baukörpers ablesen (Rohbau- oder Fertigmaß, im Zweifel Fertigmaß).
  3. 3Neigung aus dem Schnitt abgreifen: Firsthöhe über Traufe geteilt durch die halbe Gebäudetiefe, arctan davon.
  4. 4Dachüberstand aus dem Schnitt an Traufe und Ortgang ablesen — häufig 30 bis 60 cm.

Der einzige Weg, der ohne Messfehler auskommt. Wenn der Plan im Haus ist, hört die Suche hier auf.

Ein Hinweis zur Luftbild-Messung: Verwenden Sie die amtlichen Geoportale der Länder statt Kartendiensten, die nicht durchgängig entzerrt sind. Bei einem Schrägluftbild wächst der Fehler mit der Entfernung zum Bildmittelpunkt, und bei hohen Gebäuden kippt die Fassade sichtbar ins Bild — dann messen Sie die Traufkante statt der Dachkante und liegen zu groß.

Warum die Dachfläche nicht die belegbare Fläche ist

Wer die Quadratmeter kennt und daraus direkt auf die Anlagengröße schließt, rechnet sich reich. Zwischen Dachfläche und Modulfläche stehen drei Abzüge: der Randbereich, in dem nach DIN EN 1991-1-4 der Windsog am größten ist und deshalb keine Module liegen; alle Durchdringungen samt Freihaltung — Kamine, Gauben, Dachfenster, Lichtbänder, Lüfter, Antennen; und die Wartungswege, die das Dach begehbar halten. Dazu kommt das Modulraster selbst: Ein Rest von 1,20 m Höhe nimmt kein Modul mehr auf.

Setzen Sie im Grundriss unten Durchdringungen und sehen Sie zu, wie die belegbare Fläche schrumpft — gestrichelt eingezeichnet ist jeweils die Zone, die zusätzlich zur Bauteilfläche frei bleiben muss:

Kamin14,0 × 9,0 m Dachfläche · Raster = Modulmaß1 Durchdringung gesetzt · Schornstein plus Freihaltung — und nach Süden zusätzlich ein Schattenkegel.
126,0Dachfläche
3,6Durchdringungen inkl. Freihaltung
81100Belegbar
4050Module · 17,822,3 kWp

Der Randstreifen bleibt frei, weil dort nach DIN EN 1991-1-4 der Windsog am größten ist — er steckt zusammen mit Wartungsgängen und dem Modulraster im Belegungsgrad von 6682 % (Rand- und Firstabstand, Durchdringungen). Überlappende Freihalteflächen werden hier nicht verrechnet, das Ergebnis ist also die vorsichtige Variante.

Der Effekt ist unangenehm groß: Ein einziger Kamin in der Mitte der Dachfläche kostet mehr Ertrag als derselbe Kamin am Ortgang, weil er das Raster in zwei Hälften teilt. Deshalb lohnt sich die Belegungs­planung vor der Anlagengröße — und deshalb steht in seriösen Angeboten ein Belegungsplan und nicht nur eine kWp-Zahl.

Faustformeln, die im Kopf funktionieren

4,4–4,8 m²
je kWp auf dem Schrägdach
6,5–9,5 m²
je kWp auf dem Flachdach, aufgeständert
445 Wp
je Modul — 1,76 × 1,13 m = 1,998 m²
15 kg/m²
Zusatzlast Schrägdach — Flachdach 25 kg/m²

Daraus folgen drei Kopfrechnungen, die erstaunlich weit tragen. Erstens: rund 0,5 kWp je Quadratmeter belegbarer Fläche — 100 m² Modulfläche sind also etwa 50 kWp. Zweitens: 2,25 Module je kWp, ein 445-Wp-Modul liegt knapp unter einem halben Kilowatt. Drittens: Vom Dach zur Modulfläche ziehen Sie beim Satteldach etwa ein Viertel ab, beim Walmdach ein Drittel bis die Hälfte, beim Flachdach die Hälfte bis knapp zwei Drittel. Die belegbaren Anteile stehen fest im Rechenkern dieser Seite: Satteldach 6280 %, Pultdach 6682 %, Walmdach 5068 %, Flachdach 3855 %.

Wie viel diese kWp am Ende einbringen, entscheidet nicht die Fläche, sondern die Himmelsrichtung und die Verschattung. Eine Ostlage kostet gegenüber Süd rund 14 %, eine Nordlage über 30 %. Der Ausrichtungs-Rechner zeigt Ihre Kombination aus Azimut und Neigung als Prozent des Optimums, und der Amortisationsrechner übersetzt den Ertrag in Cashflow, Amortisationszeit und Rendite über 20 Jahre.

Trägt Ihr Dach das? Was der Statiker wirklich prüft

Die Zusatzlast einer Aufdachanlage ist gering — 15 kg/m² sind ein Sechstel dessen, was in Schneelastzone 2 ohnehin auf dem Dach liegen darf. Trotzdem ist der Standsicherheitsnachweis kein Formalismus, denn die Anlage verändert nicht nur die Last, sondern auch ihre Einleitung: Dachhaken übertragen punktuell in die Sparren, und die Module vergrößern die Windangriffsfläche. Diese fünf Angaben braucht der Prüfer:

  • Sparrenquerschnitt und Sparrenabstand — im Dachboden messbar, typisch 8/16 cm bei 70–90 cm Abstand
  • Zustand des Holzes: Feuchteschäden, Bohrlöcher, frühere Umbauten am Dachstuhl
  • Schneelastzone und Geländehöhe des Standorts (DIN EN 1991-1-3, Zonenkarte des DIBt)
  • Dachdeckung und Alter — bei über 25 Jahre alten Ziegeln lohnt die Sanierung vor der Belegung
  • Blitzschutzanlage: liegt eine an, gilt der Trennungsabstand nach DIN EN 62305-3 zu allen Modulen und Leitungen

Der letzte Punkt wird am häufigsten übersehen und ist am teuersten, wenn er auffliegt: Eine PV-Anlage im Schutzbereich einer bestehenden Fangeinrichtung muss entweder den Trennungsabstand einhalten oder in den Blitzschutz eingebunden werden. Wer das erst nach der Montage klärt, baut die Unterkonstruktion zweimal. Wie das sauber gelöst wird, steht auf unserer Seite zum Blitzschutz nach DIN EN 62305.

Was dieser Rechner kann — und was er nicht kann

Damit klar ist, worauf Sie sich stützen können und worauf nicht:

Belastbar
  • Die Geometrie: Flächen, Verlängerungsfaktor und Sparrenlänge sind exakt trigonometrisch gerechnet, nicht genähert.
  • Die Modulzahl aus einer gegebenen Fläche — Modulmaß und Nennleistung sind Marktstandard 2026.
  • Die Größenordnung des Jahresertrags: gegen PVGIS v5.2 kalibriert (SARAH2 2005–2020, 14 % Systemverluste), regional gemittelt.
  • Die Zusatzlast je Quadratmeter für Modul und Unterkonstruktion.
Nur Richtwert
  • Der Belegungsgrad: Wo Kamin, Gaube und Wartungsweg wirklich liegen, entscheidet ein Belegungsplan, keine Prozentspanne.
  • Der Ertrag ohne Standort und Verschattung — verbindlich ist eine PVGIS- oder Simulationsrechnung mit Horizontlinie.
  • Alles Statische: Ob Ihre Sparren tragen, sagt nur der Standsicherheitsnachweis nach DIN EN 1990/1991.
  • Rechteckige Grundrisse: L-förmige Gebäude, Anbauten und Quergiebel rechnen Sie in Teilflächen und addieren.

Für zusammengesetzte Dächer ist die Vorgehensweise einfach: Zerlegen Sie den Grundriss in Rechtecke, rechnen Sie jedes einzeln durch und addieren Sie die Ergebnisse. Nur an den Kehlen, an denen zwei Dachflächen zusammenlaufen, entsteht eine kleine Überschneidung — die liegt bei üblichen Anbauten unter 2 % und geht in der Messungenauigkeit unter. Für Gewerbe- und Hallendächer mit vielen Lichtbändern planen wir ohnehin flächenscharf: Photovoltaik für Gewerbe beschreibt, wie das bei uns von der Begehung bis zum Netzanschluss läuft.

Häufige Fragen zur Dachflächenberechnung

Wie berechne ich meine Dachfläche?

Sie messen die Grundfläche des Gebäudes — Länge mal Breite im Grundriss, inklusive Dachüberstand — und teilen sie durch den Kosinus der Dachneigung. Bei 100 m² Grundfläche und 35° Neigung ergibt das 100 ÷ 0,819 = 122,1 m² Dachfläche. Der Umweg über den Kosinus entfällt, wenn Sie die Sparrenlänge kennen: dann ist die Fläche einer Dachhälfte einfach Gebäudelänge mal Sparrenlänge. Beide Wege führen exakt zum selben Ergebnis, weil die Sparrenlänge nichts anderes ist als die halbe Gebäudetiefe geteilt durch cos(Neigung).

Wie lautet die Formel für die Dachfläche beim Satteldach?

A = L × B ÷ cos(α), wobei L die Gebäudelänge entlang des Firsts ist, B die Gebäudetiefe im Grundriss und α die Dachneigung. Das Ergebnis umfasst beide Dachhälften zusammen — man muss also nicht mit zwei multiplizieren, weil B bereits die volle Tiefe des Gebäudes ist. Für ein Haus mit 12 × 9 m und 35° Neigung sind das 108 ÷ 0,819 = 131,8 m². Wer nur eine Dachseite braucht, halbiert das Ergebnis.

Wie viel qm hat mein Dach bei 100 m² Grundfläche?

Das hängt allein an der Neigung. Bei 20° sind es 106,4 m², bei 30° schon 115,5 m², bei 35° 122,1 m², bei 45° 141,4 m² und bei einem steilen 60°-Dach 200 m². Faustformel für den Kopf: bis 30° liegt der Aufschlag im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, ab 45° verdoppelt er sich schnell. Deshalb ist die Neigung der Wert, bei dem sich Schätzen am wenigsten lohnt.

Wie messe ich die Dachfläche, ohne aufs Dach zu steigen?

Drei Wege funktionieren vom Boden aus. Erstens der Bauplan: Grundriss und Schnitt liefern Außenmaße, Neigung und Überstand fehlerfrei — beim Bestandsgebäude sind sie beim Bauordnungsamt einsehbar. Zweitens der Laser-Entfernungsmesser: Länge und Breite an der Außenwand abgreifen, First- und Traufhöhe messen, Neigung daraus rechnen. Drittens die Luftbild-Messung im amtlichen Geoportal des Bundeslandes, die allerdings nur die Grundfläche liefert und nichts über die Neigung sagt. Genauigkeit: Plan ±0–2 %, Laser ±3–5 %, Luftbild ±5–10 %.

Wie viele Module passen auf mein Dach?

Rechnen Sie mit rund 2,0 m² je Modul und mit einem Belegungsgrad von 62–80 % der Dachfläche beim Satteldach. Ein 130-m²-Satteldach trägt also etwa 80–104 m² Modulfläche und damit 40 bis 52 Module. Beim Walmdach sinkt der Belegungsgrad auf 50–68 %, weil die Grate jede Reihe anschneiden; beim Flachdach auf 38–55 %, weil aufgeständerte Reihen Abstand zueinander brauchen. Die verbleibende Fläche geht an Randabstände, Kamine, Dachfenster und Wartungswege.

Wie viel m² Dachfläche brauche ich für 10 kWp?

Auf dem Schrägdach 4,4–4,8 m² je kWp, also 44 bis 48 m² belegbare Modulfläche für 10 kWp — das entspricht rund 23 Modulen à 445 Wp. Auf dem Flachdach sind es 6,5–9,5 m² je kWp, weil die Reihen sich sonst gegenseitig verschatten; dort brauchen 10 kWp also 65 bis 95 m². Wichtig: Das ist die belegbare Fläche, nicht die Dachfläche. Auf dem Schrägdach entspricht das einer Dachfläche von etwa 55 bis 75 m².

Ist die Dachfläche gleich der Grundfläche des Hauses?

Nein, und der Unterschied ist größer als die meisten schätzen. Die Dachfläche ist immer die geneigte Fläche, die Grundfläche ihre Projektion auf den Boden. Nur beim Flachdach fallen beide praktisch zusammen — bei 5° Gefälle beträgt der Aufschlag 0,38 %. Ein 40°-Satteldach dagegen hat 30,5 % mehr Fläche als der Grundriss darunter. Dazu kommt der Dachüberstand, der die Grundfläche selbst schon über die Außenwände hinaus vergrößert.

Zählt der Dachüberstand zur Dachfläche?

Ja. Der Überstand an Traufe und Ortgang ist gedeckte Fläche, er kostet Ziegel, Unterspannbahn und Lattung wie jeder andere Quadratmeter. Üblich sind 30 bis 60 cm ringsum; bei einem 12 × 9 m großen Haus macht ein Überstand von 50 cm bereits 13 m² zusätzliche Grundfläche aus, die sich mit der Neigung nochmals streckt. Für PV zählt er dagegen meist nicht mit: Module rücken an der Traufe ohnehin ein Stück ein, und der Randbereich bleibt wegen des Windsogs frei.

Wie berechne ich die Dachfläche beim Walmdach?

Mit derselben Formel wie beim Satteldach: A = L × B ÷ cos(α). Solange alle vier Flächen dieselbe Neigung haben, ist die Gesamtfläche eines Walmdachs exakt so groß wie die eines Satteldachs über demselben Grundriss — die zwei Trapeze und zwei Dreiecke ergeben zusammen dieselbe Projektionsfläche. Für die Materialrechnung ist das eine gute Nachricht, für die PV-Planung nicht: Die nutzbare Südfläche ist beim Walmdach deutlich kleiner, und die Grate schneiden Modulreihen schräg an.

Wie schwer ist eine PV-Anlage — hält mein Dach das aus?

Module samt Unterkonstruktion wiegen auf dem Schrägdach rund 15 kg/m², auf dem ballastierten Flachdach etwa 25 kg/m². Bei 100 m² belegter Fläche sind das 1,5 bzw. 2,5 Tonnen. Die meisten Dachstühle tragen das, weil die Anlage im Vergleich zur Schneelast leicht ist — die liegt in Schneelastzone 2 bei 0,85 kN/m², also rund 85 kg/m². Verbindlich ist trotzdem nur der Standsicherheitsnachweis nach DIN EN 1990/1991; der Statiker braucht dafür Sparrenquerschnitt, Sparrenabstand und Schneelastzone.

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